Fruchtig

Eines der größeren Missverständnisse der Medienindustrie sind die sogenannten Spartenkanäle. Das sind von Koks-Wracks auf Entzug zusammengestellte Fernsehprogramme, die hauptsächlich digital verbreitet werden und nur dazu dienen, dass Satellitenanbieter und Kabelnetzbetreiber ihren Kunden irgendeinen Digitalscheiß andrehen können. Gesehen werden diese „Sender“ kaum, aber das spielt keine Rolle: Bezahlt werden sie von den Plattformbetreibern. Die Zuschauer werden nur verarscht.

Beispiel E!: Das TV gewordene US-Klatschmagazin (Ryan Seacrest!) scheut für den deutschen Markt jegliche Kosten. Deutsche Texte werden in den Beiträgen einfach schnarrend-monoton von den Praktikantinnen du jour eingesprochen. Das klingt dann wie ein französischer Softporno im Kino in Istanbul (unbedingt mal probieren). Schlimmer noch: Die Praktikantinnen übersetzen auch – da dürfen sie bei E! immerhin so viel wie die Leidensgenossen bei MTV. Englisch kann ja auch jeder.

Oder? Heute bei E! ganz exklusiv: „Wir haben die fruchtigen Einzelheiten“, texten die Praktikanten. Juicy details, in the deed.

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