Stylaz and Guidos

In Mitte laufen wieder mehr Männer mit korrekten Kurzhaarschnitten durch die Straßen. Das ist Ausdruck einer modischen Absetzbewegung, nötig geworden durch die Usurpation der Street-Fashion durch den Mainstream. Streetwear wird jetzt von metrosexuellen Provinznüssen getragen. Deren Neuinterpretation der Street Culture gibt es längst auch bei Kik. Wenn ein Modetrend beim Discounter in der Provinz angekommen ist, ist er tot.

Dass inzwischen sogar der jeglicher Nähe zum homosexuellen Milieu weitgehend unverdächtige männliche Nachwuchs der Familien mit Migrationshintergrund effeminierte Frisuren und Styles trägt, für die ihre großen Brüder vor einigen Jahren noch jeden vermöbelt hätten, ist nur eine ironische Randnotiz der Kulturgeschichte. Stylaz and Guidos.

Frisurentechnisch ist der kunstvoll unfrisierte, aber ursprünglich noch einigermaßen dezente Mitte-Bop auf dem Kopf zahlreicher C-Promis zu einem explodierten toten Tier mutiert und deshalb Grund für eine Rückbesinnung auf das, was ein alter Weddinger Friseur mal den tschechischen Militärschnitt nannte. Er kannte keinen anderen. Mein türkischer Coiffeur macht ihn übrigens ohne Fassong, was ich sehr begrüße.

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